Mittwoch, 22. Januar 2014

Clementinen-Dessert - ganz einfach so

Clementinen-Nachtisch im Weckglas
Zutaten (für 2 kleine Gläser): 100g Magerquark, 1 Clementine, 6-7 ganze Mandeln,
1-2 große Stücke Zartbitterschokolade, 1 TL Zucker

Mein Badezimmer ist voller Doppelnamen. Ich wasche meine Haare mit Mandelöl Argan, benutze Spülung mit Zitronenblüte Aprikose, mein Duschgel enthält Totes-Meer-Salz und blauen Tee. Sogar auf der Seife steht Olive UND Zitronengras. Ich könnte noch ewig so weitermachen, aber ich denke, ihr wisst worauf ich hinauswill. Und nachher erkennt noch jemand meine bevorzugte Marke und unterstellt Schleichwerbung...

Als ich mal all die Etiketten aufmerksam las, fand ich es erst lustig, dann erschreckend - und ganz langsam schlich sich die Erkenntnis ein, dass ich genauso bin. Nein, ich trage keinen Doppelnamen - aber ich benutze sie: Der Gemüse-Couscous braucht einen Curry-Kurkuma-Dip, der Apfelkompott Marzipan-Creme und Ameritinni-Krümel. Wollen wir einfach immer mehr bieten oder haben wir vergessen, was wir eigentlich sagen wollen? Und sagen deshalb viel zu viel? Ich werde es jedenfalls schlicht halten - zumindest dieses eine Mal.


Voilà: Eisiges Clementinen-Dessert 

 

Clementinen-Nachtisch im Weckglas

Ich sage es gleich vorweg: In diesen Gläsern steckt keine süße Nachtisch-Bombe - wer danach sucht, sollte die Zucker- und Schokodosis gründlich erhöhen. Für die fruchtig erfrischende Variante verrührt ihr den Quark in einer Schüssel mit dem Zucker, dann raspelt ihr die Schokolade und gebt sie dazu (etwa ein Esslöffel sollte für später beiseite gelegt werden). Hackt drei bis vier ganze Mandeln mit einem großen Messer und rührt sie unter den Rest.

Schnappt euch die Clementine: Sie wird geschält und in ihre einzelnen Stücke zerlegt, am besten schneidet ihr diese noch vorsichtig kleiner. (Auf meinen Fotos sind die Stücke ganz geblieben, das geht auch, ist aber schwieriger zu essen.) Achtet darauf, ob Kerne drin sind: Die können später den Spaß verderben.

Clementinen-Nachtisch im Weckglas

Jetzt wird schon geschichtet: Mit Clementine beginnen, dann Quarkmasse drauf und beides noch einmal wiederholen. Die Gläser kommen jetzt für ein bis zwei Stunden ins Eisfach, dann ist alles noch nicht gefroren, aber der Quark knackig kalt - und es schmeckt nach Sommer. Am Schluss noch jeweils eine ganze Mandel und Schokoraspel zur Deko drauf - und dann ab auf den Tisch.

Bon Appétit! Und während ihr es euch schmecken lasst, werde ich mal recherchieren, ob es überhaupt wirklich blauen Tee gibt. Entweder decke ich hier eine große Werbelüge auf (dann werde ich es euch wissen lassen) - oder ich sollte mal hinterfragen, warum ich mich mit Zutaten locken lasse, von deren Existenz ich bislang nicht einmal ahnte.

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