Donnerstag, 16. Januar 2014

Quinoa-Pfanne: Eine Urlaubsliebe zum Mitnehmen, bitte!

Quinoa-Pfanne mit Gemüse und Zitronensauce
Zutaten (für 2-3 Portionen): 200g Quinoa, 1/2 Zucchini, 1/4 Aubergine, 1 Paprika, 50g Mais,
6-8 kleine Tomaten, 30g Feta, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, ein paar Cashewkerne, Basilikum. 
Für die Sauce: Abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, 2 EL Zitronensaft,
1 TL Honig, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer

Ich erinnere mich noch genau an mein erstes Mal. Es geschah an einem Sommerabend in Lissabon. Ich saß auf einer Dachterrasse, trank Wein mit Früchten - und nein, es wird nicht das, was ihr jetzt denkt. An diesem Abend traf ich in einer Speisekarte erstmals auf Quinoa. Meine stets bestens informierten Freundinnen wussten zu berichten, dass man das Zeug jetzt überall im hippen Berlin bekommt - und dass es irgendwie so ähnlich wie Couscous ist, vielleicht auch wie Bulgur, irgendwie körnig halt. Jedenfalls furchtbar angesagt und wahnsinnig gesund. Also probierte ich und war begeistert.

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Seitdem begegnete mir Quinoa noch mehrfach im Urlaub - außerdem natürlich überall bei Pinterest und in Foodblogs. Nur leider nicht im Geschäft (zumindest nicht zu einem Preis, den ich zu zahlen bereit war). Nach langer Suche erstand ich vor Monaten endlich eine Tüte in einem besonders gut sortierten Drogeriemarkt. Und nach andächtigem Zögern beschloss ich schließlich, das leckere Urlaubsgefühl in meine Kölner Küche zu holen.

Voilà: Zitronige Quinoa-Gemüsepfanne


Das (nur leicht abgewandelte) Grundrezept stammt von Laura und ihrem wunderbaren Blog „Mein kleiner Gourmet“ . (Wer wissen will, was da in der Pfanne landet, dem empfehle ich den aufschlussreichen Wikipedia-Eintrag.) „Und so einfach geht's“ würde ich jetzt gerne wie so oft schreiben - aber das wäre gelogen. Denn die Zubereitung des Pseudeogetreides (heißt wirklich so!) ist hinterhältiger, als man meinen mag. Zunächst müssen die Körner nämlich gewaschen werden - und das ist eine ziemliche Schweinerei, weil sich die kleinen, nassen, klebrigen Biester überall verteilen. Egal, geputzt wird später.

Quinoa-Pfanne mit Gemüse und Zitronensauce

Dann wird der Quinoa nach Packungsanleitung zubereitet (ich habe ihn in kochendes Wasser eingerührt, köcheln und quellen lassen), jetzt habt ihr genügend Zeit für den Rest - der Quinoa braucht nämlich locker 20 Minuten, bis er genießbar ist. Zwiebeln und Knoblauch hacken und in etwas Öl anschwitzen, dann das kleingeschnittene Gemüse hinzugeben und alles etwa fünf Minuten anbraten. Mais und Cashewkerne dazugeben und noch etwas ziehen lassen.

Jetzt in einer kleinen Schüssel die Zitronensauce vorbereiten: Zitronensaft und -schale mit Honig und gepresstem Knoblauch verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die 20 Quinoa-Zubereitungsminuten um sind (er hat jetzt das ganze Wasser aufgesogen und eine etwas matschige Konsistenz), gebt ihn zum Gemüse in die Pfanne und kippt etwa die Hälfte der Zitronensauce hinzu. Kurz ziehen lassen, dann die restliche Sauce, den Fetakäse und frischen Basilikum dazugeben. Alles gut verrühren, abschmecken - und dann ab auf den Tisch. Dazu passt gut Fisch oder ein bunter Salat, wer wirklich auf Quinoa steht, bei dem geht die Pfanne aber auch als eigenständige Hauptmahlzeit durch.

Quinoa-Pfanne mit Gemüse und Zitronensauce

Bon Appétit! Mir hat's echt gut geschmeckt, auch wenn ich mir mein erstes Quinoa-Zuhause-Mal spektakulärer vorgestellt habe. Denn so groß war der Unterschied zur handesüblichen Couscous-Pfanne irgendwie nicht - nur ein bisschen matschiger, was so nicht geplant war. Und das ganz besondere Urlaubsfeeling kehrt ohne portugiesischen Wein und Dachterrasse ehrlich gesagt auch nicht zurück...

Dafür kann der pure Quinoa am nächsten Tag super in den Frühstücksjoghurt gemischt oder zu gemüsigem Salat verarbeitet werden, wenn etwas übrig bleibt. Wer mag, kann ihn sogar wieder aufwärmen - und das ist wohl nicht bei allen Urlaubs-Liebschaften der Fall.

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