Donnerstag, 9. Januar 2014

DIY-Geschenk: Selbstgemacht. Persönlich. Riskant.


Ist die Wahrheit immer der richtige Weg? Vor allem Personen, die uns nahestehen, sollten wir natürlich nicht anlügen. Doch gerade die sind es, die uns mit selbstgemachten Geschenken eine Freude machen wollen - und uns damit in wirklich fiese Situationen bringen können.

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 „Du hast dir so viel Mühe gegeben, aber das Ding häng ich sicher nicht auf!“ Diese Wahrheit wäre sicher schmerzhaft - aber ist ein gelogenes „Oh wie schön, da freu ich mich aber wahnsinnig“ die bessere Variante? Wegen dieses potenziellen Dilemmas vermeide ich eigentlich das Risiko von selbstgemachten Geschenken - in diesem Fall konnte ich es aber doch nicht lassen.

 Voilà: Ganz persönliches Buchstabenbild

 


Wie vielleicht zu erkennen ist, habe ich dieses Geschenk für ein Kind gebastelt - zur Geburt, um genau zu sein. Bei einem anderen Hintergrundstoff kann man ein solches Bild natürlich auch Erwachsenen schenken, dem Liebsten etwa, einfach sich selbst - oder mit zwei Buchstaben Freunden zur Hochzeit.

Und so einfach geht's: Zunächst müsst ihr euch für den Rahmen entscheiden (völlig anders wirkt es mit einem abgeblätterten Vintagerahmen oder einer protzigen Goldvariante), dann passend dazu für einen Hintergrundstoff. Ich habe meinen aus dem Bastelladen, ihr könnt aber natürlich auch ein Stück Gardine, eine Kissenhülle oder ein Tischset nehmen, wenn ihr ein schönes Muster findet.

Fehlt nur noch der Buchstabe: Ich habe meinen für ein paar Euro bei „Depot“ gekauft, es gibt sie aber oft auch im Bastelladen - hier könnt ihr euch auch gleich die passende Farbe dazu kaufen. Sobald ihr alles habt, kann's losgehen: Den Buchstaben (falls nötig) in der gewünschten Farbe anstreichen und gut trocknen lassen.


Jetzt den Hintergrund bespannen: Den Stoff eng über die Pappe des Rahmens ziehen, auf der Rückseite mit Klebeband befestigen und die Hintergrundpappe im Rahmen befestigen. Der Stoff sollte jetzt wirklich stramm und glatt sein. Den Buchstaben mit Alleskleber auf den Stoff kleben, gut andrücken, trocken lassen - fertig.

Wenn ich die Beschenkten besuche, hängt mein Buchstabendbild erfreulicherweise tatsächlich an der Wand. Aber wie alle Selbstgemachtes-Verschenker kann ich natürlich nicht wissen, ob es nur jedes Mal hektisch aus dem Schrank geholt wird, wenn ich komme - und mir mit einer „Oh, wie schön“-Notlüge die Wahrheit erspart wurde. Das wäre natürlich verrückt. Aber „Das Ding häng ich sicher nicht auf!“ hätte mich schon ein wenig traurig gemacht.

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