Mittwoch, 12. März 2014

Gurkensalat: Auf ins leckere Spießerleben!

Gurkensalat mit Möhren und einem Hauch Ingwer
Zutaten (für 3-4 kleine Portionen): 1 Gurke, 2 Möhren. Fürs Dressing: 3 EL Naturjoghurt, 1 EL Olivenöl, 1 Knoblauchzehe, ein ca. 1 cm dickes Stückes Ingwer, 1 Schuss Zitrone, 1 EL Tiefkühl-Kräuter.

Woran erkenne ich, dass ich spießig geworden bin? An einem kompletten Set Kuchengabeln in der Schublade? An einer privaten Altersvorsorge? An einem Herd mit Restwärmeanzeige? Oder an Gurkensalat?

Gurkensalat, jetzt mal ehrlich! Und das auch noch an einem Sonntagabend, während der Tatort läuft. Aber genau da lag mal wieder das Problem: Nicht im Film (obwohl der auch einige Problemzonen auf Lager hatte) - aber im Sonntag. Aufmerksame Leser wissen möglicherweise bereits, dass ich die Öffnungs- bzw. Schließungzeiten von deutschen Supermärkten gelegentlich verteufele - erschreckenderweise entdecke ich bei mir hier Ähnlichkeiten zur FDP. Wie auch immer, jedenfalls musste mangels salatiger Alternativen Gurkensalat zur Pizza serviert werden. Und das war gar nicht so schlimm.

Voilà: Gurkensalat mit Möhre und einem Ingwer-Hauch


Gurkensalat mit Möhren und einem Hauch Ingwer


Ich war echt überrascht, wie viele Rezepte für Gurkensalat bei Pinterest zu finden sind - oder auch für Cucumber-Salad, in Amerika scheint man auf diese deutsche Spezialität zu stehen. Am Ende klickte ich aber alle Rezepte weg und improvisierte mal wieder. Eine klitzekleine Rebellion konnte ich mir dabei nicht verkneifen - aber Ingwer passt tatsächlich ganz gut.

Und so einfach geht's: Gurke und Möhren schälen und in möglichst dünne Scheiben schneiden. Dann geht's schon ans Dressing: Joghurt und Öl vermixen, Knoblauch reinpressen, Ingwer reiben und unterrühren. Zitronensaft und Tiefkühl-Kräuter (dürfen natürlich auch frische sein, bei mir war's 'ne fertige 8-Kräuter-Mischung) hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken - fertig.

Gurkensalat mit Möhren und einem Hauch Ingwer

Bon Appétit! Lasst es euch schmecken - und fühlt euch frei, auch mal einen Kommentar hierzulassen. Auch wenn ihr damit ziemlich mutig und recht allein seid. Ihr würdet auf dem Gesicht einer mit drohender Spießigkeit kämpfenden Bloggerin im Kölner Süden ein Lächeln anknipsen. Es muss auch gar nichts Nettes sein, zettelt meinetwegen sogar anonym einen Shitstorm gegen meinen spießigen Gurkensalat oder möchtegern-hippe Foodblogs ganz im Allgemeinen an. Da ich nur ein kleines Licht bin, freue ich mich über jede Stimme. Auch da bin ich erschreckenderweise wie die FDP.

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