Mittwoch, 5. März 2014

Matcha-Tee: Wenn nur noch ein Wunder hilft...

Zubereitung von Matcha-Tee mit dem Milchaufschäumer
Zutaten: Matcha-Tee, ein Milchaufschäumer und heißes Wasser. Und für die Gesichtsmaske noch 1 EL Magerquark.

Angeblich ist heute alles vorbei. Sechs Tage lang befand sich Köln im völligen Ausnahmezustand. Die Partys begannen schon am Morgen, der Fliegenpilz tanzte mit Räuber Hotzenplotz, getrunken wurde auf Wunsch rund um die Uhr - und am Ende brannte der Nubbel.

Jaja, der Nubbel: Er ist schuld, wenn du an Karneval deinen Dispo bis zum Limit ausgereizt, mit fremden Leuten geknuscht und deinen Körper mit so viel ungesundem Zeug vollgestopft hast, dass es schon an eine Todsünde grenzt. Bei den ersten beiden Problemen kann ich genauso wenig helfen wie der brennende Nubbel - aber vielleicht bei Punkt drei. Und zwar mit dem angeblich gesündesten Zeug, das wohl auf Erden wächst.

Voilà: Japanischer Matcha-Tee 


Zubereitung von Matcha-Tee mit dem Milchaufschäumer

Eigentlich wollte ich diesen Hype nicht mitmachen - nachdem aber eine Freundin ganz begeistert war, konnte mich dem Trend dann wie so oft doch nicht verwehren. Matcha-Tee: Ja, das ist das Zeug, das laut Frauenzeitschriften alle Hollywood-Stars trinken, in Smoothies rühren oder sich ins Gesicht schmieren lassen. Das traditionelle Teepulver aus Japan soll angeblich gesünder, fitter und schöner machen - und so ein Wundermittel hat natürlich seinen Preis.

Nach ausführlicher Beratung habe ich mich im Teeladen am Chlodwigplatz (da gibt's sogar eine eigene kleine Matcha-Abteilung) für ein Mittelklasse-Modell entschieden: 40 Gramm für 19 Euro - soll ja schließlich der echte Tee aus Japan sein. Das zugehörige Profi-Equipement habe ich mir erst einmal gespart, vor allem, weil der Verkäufer zugab, dass für den Anfang auch eine große Tasse und ein Milchaufschäumer reichen.

Klar, das mag banausenhaft klingen: Aber für einen Erstversuch Matcha-Schale und Bambusbesen für locker 25 Euro kaufen? Sorry, dafür bin ich dann doch zu geizig - Karneval war schließlich teuer. Und es funktioniert auch so ganz hervorragend: Etwa einen halben Teelöffel von dem wertvollen Pulver in eine große Tasse füllen, Wasser aufkochen lassen, etwas abkühlen lassen (es soll 80 Grad heiß sein) und etwa 80 Milliliter über das Pulver gießen. Dann alles mit dem Milchaufschäumer solange vermixen, bis eine schaumige Schicht entsteht.

Zubereitung von Matcha-Tee mit dem Milchaufschäumer

Jetzt Augen zu und genießen! Der Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig, fühlt sich aber wirklich gesund an! Und ich muss sagen: Mein teurer Matcha-Tee macht echt wach und einen klaren Kopf. Und das Rezept für die äußere Schönheit liefere ich auch gleich mit: Einen Esslöffel Magerquark mit einem halben Teelöffel Pulver verrühren, aufs Gesicht auftragen und nach 20 Minuten mit warmen Wasser abwaschen. Ob's wirklich wirkt? Ich kann es nicht garantieren - aber auch die Macht des Placebo-Effekts sollte nicht unterschätzt werden.

Bon Appétit - oder was auch immer man hier jetzt sagt! Genießt das gesunde Gefühl und lasst es euch gutgehen. Und von wegen, jetzt ist alles vorbei! Wenn wir alle fleißig unseren Tee trinken, dann tanzen wir noch in 60 Jahren zu kölscher Musik auf den Tischen. Und unter unseren Masken werden wir dabei sowas von jung aussehen.

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