Freitag, 13. März 2015

Können nicht alles - aber viel: Meine Superfood-Helden

Superfoods: Chia-Samen, Goji Beeren und Matcha-Tee

Falle ich nur auf gute PR rein? Oder gehöre ich zu der erlesenen Gruppe von Menschen, die wissen, was wirklich gut für unsere Körper ist? Eigentlich dachte ich, ich wäre recht gut informiert über das Phänomen, dem dieser Post gewidmet ist. Dann warf ich die große Google-Maschinerie an - jetzt bin ich verunsichert. Klasse gemacht, Google.

Kommen wir zur Sache: Es geht um Superfood! Falls ihr euch öfter mal auf Blogs, in Bioläden oder auf Hipster-Partys rumtreibt, seid ihr natürlich bestens im Bilde. Für alle anderen Mitglieder meines bescheidenen Leserkreises: Wir reden über Matcha-Tee, Chia-Samen und Goji Beeren. Und Quinoa, Agavendicksaft und Leinsamen. Oder Ashwagandha, Chlorella und Spirulina. Okay, ich gebe zu: Die letzten drei kenne ich nur durch Google - aber der Rest ist von mir eigenhändig gekauft, gestestet und für gut befunden worden.

Oder glaube ich das nur? Ich bin eigentlich ein zu rationaler Mensch, um auf solche Versprechungen reinzufallen. Und je mehr von diesen Lobpreisungen ich im Netz lese, desto skeptischer werde ich:
Wenn wir Super Foods mit ihrem fantastischen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und pflanzlichen Proteinen in unseren täglichen Speiseplan integrieren, können wir den Alltag in einer konstanten Höchstform meistern, heißt es beispielsweise auf der mir zuvor unbekannten Seite rohspirit.de. Und weiter: Wir leisten körperlich und geistig viel mehr, fühlen uns glücklicher und sind voller Selbstvertrauen. Klingt zu gut, um wahr zu sein. Zu sehr nach PR, um wirklich zu funktionieren. Also weg mit Google, her mit eigenen Erfahrungen!

Voilà: Meine ganz persönlichen Superfood-Helden


Superfoods: Chia-Samen, Goji Beeren und Matcha-Tee

Trotz aller Skepsis habe ich die vermeintlichen Wundermittel in meinen Tag integriert - und bin teilweise überzeugt: Über Matcha-Tee habe ich schon ausführlich geschrieben - als Wachmacher unschlagbar. Für Quinoa wurden diverse Rezepte geliefert - super lecker und sicher auch gesund, kann sein. Bei Goji Beeren kämpfe ich selbst noch mit mir, ob sie etwas bringen oder nicht. Klar, es klingt absolut fantastisch, welche Wirkung den kleinen roten Teilen nachgesagt wird. Merke ich etwas davon? Keine Ahnung, um ganz ehrlich zu sein. Trotzdem esse ich sie täglich - und geschadet hat's bislang höchstens meinem Kontostand.

Doch zumindest für ein Superfood kann ich sagen: Ich will nicht mehr ohne. Es ist toll, es macht satt, es soll nie wieder meine Küche verlassen. Es heißt: Chia-Samen. Die kleinen Körner gibt's im Reformhaus und im Bioladen (ich gebe zu, der Preis ist stolz, letztens habe ich erst wieder eine 450-Gramm-Packung für 12 Euro gekauft). Chia-Samen waren (wenn man dem Internet glaubt) bei den alten Maya Grundnahrungs- und Allheilmittel, sie enthalten unfassbar viel Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Klingt super, ist sicher auch gut für meinen Körper - und macht vor allem echt satt.

Superfoods: Chia-Samen, Goji Beeren und Matcha-Tee

Glaubt der folgenden (und von niemandem gesponsorten Propaganda): Ich merke, ob ich die Dinger morgens über meinen Haferbrei oder in den Smoothie gerührt habe. Tue ich es nicht, will ich spätestens um 11 Uhr Richtung Mittagspause starten. Gebt mir morgens Chia-Samen und ich vergesse erstmal, was eigentlich Hunger ist. Ich brauche dafür auch nicht all die komischen Rezepte für Chia-Puddings (sorry, die sehen einfach widerlich aus), Chia-Kekse oder sonstige Absonderlichkeiten. Streut sie ins Müsli, in Joghurts oder esst einfach einen Löffel voll, wenn ihr ganz hart drauf seid. Nicht lecker, aber wie verrückt es sich anfühlt, wenn ihr pure Chia-Samen im Mund habt, das könnt ihr euch nicht vorstellen. (Klingt wie eine verdammte Buzzfeed-Überschrift - aber den Spaß erlaube ich mir mal).

Bon Appétit! Lasst uns unfassbar schön, gesund und 120 Jahre alt werden. Und falls irgendwer nach diesem Text jetzt wirklich direkt in den nächsten Bio-Markt rennt oder zumindest Google fragt, wovon das verrückte Mädchen da eigentlich schreibt: Wenn euch ein Superfood gegen Trotteligkeit begegnet, informiert mich bitte.

Denn das Gefühl, ein komplettes Glas Chiasamen umzuwerfen, während man es fürs Foto positioniert, ist auch ziemlich einmalig. Das müsst ihr nicht selbst testen - glaubt mir einfach.

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